Unternehmensziele definieren und formulieren: Beispiele & Tipps

Sarah Laoyan – PortraitSarah Laoyan
18. Juni 2026
6 Lesezeit (Minuten)
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Unternehmensziele setzen: Der erste Schritt zu einem erfolgreichen Unternehmen – Artikel-Bannerbild
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Zusammenfassung

Geschäftsziele sind im Voraus festgelegte Ziele, die ein Unternehmen oder eine Einzelperson innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreichen möchte. In diesem Artikel werden die Bedeutung von Geschäftszielen und die Gründe erörtert, die für eine Festlegung von Zielen in Ihrem Team sprechen.

Das Festlegen von Unternehmenszielen ist eine weit verbreitete Geschäftspraxis, und das aus gutem Grund. Klare Unternehmensziele steigern die Motivation (auf Englisch) und verbessern die Ergebnisse (auf Englisch). Unabhängig davon, ob Sie in einem kleinen Unternehmen, einem großen Konzern oder als Einzelperson arbeiten, haben Sie mit starken Unternehmenszielen bessere Erfolgsaussichten (auf Englisch).

Dies sind nur einige der Vorteile eines Zielsetzungsprozesses. Egal, ob Sie das große Ganze im Auge haben oder kleine Schritte auf dem Weg dahin planen, wir zeigen Ihnen alles, was Sie wissen müssen, um für Ihr Unternehmen erfolgreich Ziele zu setzen.

Was sind Unternehmensziele (Business Goals)?

Unternehmensziele sind festgelegte Ziele, die ein Unternehmen oder eine Einzelperson innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreichen will. Diese können ökonomische Ziele wie die Gewinnmaximierung oder Umsatzsteigerung sein oder auch allgemeiner formuliert sein. Diese Ziele werden häufig in kurzfristige Ziele und langfristige Ziele unterteilt. Unternehmensziele können allgemeiner Natur sein oder sich auf spezifische, messbare Maßnahmen oder andere Erfolgsziele konzentrieren.

Ein gutes Beispiel für ein allgemeines Unternehmensziel ist ein Leitbild. Leitbilder definieren ihren Erfolg nicht durch eine einzige Kennzahl, sondern dienen als Orientierung, auf die Ihr Team hinarbeiten kann.

Sie können aber auch spezifische Ziele formulieren. Das sind messbare Ziele, die leicht nachzuverfolgen sind, während Ihr Team auf dem Weg dorthin weiter Fortschritte macht. Wenn jemand über das Setzen von Zielen oder den Zielsetzungsprozess spricht, dann geht es um spezifische Ziele. Ein gängiger Zielsetzungsprozess ist der für SMARTe Ziele.

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Kurzfristige Ziele

Kurzfristige Ziele sind oft an einen bestimmten Zeitraum gebunden, der normalerweise von ein paar Stunden bis zu einem ganzen Jahr (mittelfristige Ziele) reicht. Langfristige Ziele können auch zeitlich begrenzt sein, aber wenn, dann sind sie meist weiter in der Zukunft angesiedelt.

Kurzfristige Ziele werden oft als Grundlage für größere Ziele verwendet. Eine gängige Strategie im Geschäftsleben besteht darin, sich mehrere kurzfristige Ziele zu setzen, um die langfristigen Ziele besser erreichen zu können.

Beispiele für kurzfristige Unternehmensziele:

  • Steigerung des Net Promoter Score (NPS) um 10 Punkte in diesem Quartal

  • Einstellung von 12 neuen Support-Mitarbeitern bis Ende des Jahres

  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit um 20 %

  • Verbesserung des Kundenservice, um in den nächsten 3 Monaten neue Kunden zu gewinnen

  • Steigerung der Präsenz auf Social Media, um die Teilnahme bei anstehenden Firmenevents zu erhöhen

Lesenswert: Die Wichtigkeit von kurzfristigen Zielen (mit Beispielen)

Langfristige Ziele

Langfristige Ziele sind größere Visionen. Es sind Ziele, die Sie auf längere Sicht verwirklichen wollen. Ein gängiges langfristiges Ziel ist ein 10-Jahres-Ziel. Überlegen Sie sich, wo Sie mit Ihrem Unternehmen in 10 Jahren stehen wollen. Welche Unternehmensziele möchten Sie bis dahin erreicht haben? In welche neuen Geschäftsbereiche wollen Sie gegebenenfalls einsteigen?

Langfristige Ziele finden sich häufig in Formulierungen für eine Vision oder Mission. Diese Ziele dienen als Kompass für Ihr Unternehmen und helfen Ihnen, die richtige Richtung einzuschlagen. Betrachten Sie Ihre Ziele als eine Landkarte, die Ihnen zeigt, wohin Sie gehen wollen. Langfristige Ziele sagen Ihnen vielleicht nicht genau, wie Sie Ihren Bestimmungsort erreichen, aber sie weisen Ihnen die richtige Richtung. Kurzfristige Ziele sind eher wie ein GPS. Sie zeigen Ihnen genau und Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Ziel erreichen können.

Beispiele für langfristige Unternehmensziele:

  • Nike: Jedem Athleten weltweit Innovation und Inspiration zu bieten.

  • Patagonia: Unseren Heimatplaneten zu schützen.

  • Google: Die Informationen der Welt zu organisieren und sie universell zugänglich und nutzbar zu machen.

Lesenswert: Wie Sie „Big Hairy Audacious Goals“ (BHAGs) setzen, um das Unmögliche zu schaffen

Warum sollte man Unternehmensziele formulieren?

Unternehmensziele sind aus gutem Grund eine bewährte Vorgehensweise, denn sie helfen, das Unternehmen in die richtige Richtung zu lenken. Hier sind noch ein paar weitere Gründe, warum sich Unternehmen die Zeit nehmen, starke Ziele zu setzen.

Erfolg selbstbewusst definieren

Am einfachsten lässt sich feststellen, ob Ihr Team erfolgreich ist, wenn Sie Erfolg klar definieren. Berücksichtigen Sie bei der Festlegung Ihrer Ziele, wozu Ihr Team im Stande ist, und gehen Sie dabei ruhig etwas weiter als erwartet.

Es gibt einige gängige Modelle für die Definition von Zielen. Einer der gebräuchlichsten Ansätze, um messbare und umsetzbare Ziele zu erstellen, ist das Modell der Objectives and Key Results (OKRs).

Verknüpfung von Arbeitsvorgängen und Zielen

Verknüpfen Sie die tägliche Arbeit Ihres Teams mit kurz- und langfristigen Zielen. So wissen alle Teammitglieder genau, was sie erledigen müssen, wann es fällig ist und welche Strategien sie einsetzen können.

Ihre Teammitglieder wissen so nicht nur besser, was zu tun ist, sondern erkennen auch, wie ihre Arbeit zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Joyn: Der Streaming-Anbieter nutzt Asana Goals, um die tägliche Arbeit direkt mit den Unternehmenszielen zu verbinden. Das Ergebnis: 60 % weniger Aufwand im Zielsetzungsprozess und ein kompletter Zielzyklus in nur vier Arbeitstagen. Erfahren Sie, wie Asana auch Ihr Zielmanagement vereinfachen kann.

Lesenswert: Wie sich Teammoral auf die Leistung der Mitarbeiter auswirkt

Teams aufeinander abstimmen

Ein wesentlicher Vorteil der Nutzung von Unternehmenszielen besteht darin, die Teams auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Durch die Festlegung klarer Unternehmensziele können die Teamleiter festlegen, welche Taktiken ihre einzelnen Teams einsetzen sollen, um diese Ziele zu erreichen.

Beispiel: Ihr Unternehmen will die Rentabilität um 10 % steigern. Durch kleinere, teamspezifische Ziele legen Führungskräfte fest, wie jedes Team dazu beiträgt, etwa durch höhere Verkaufsquoten im Vertrieb oder eine neue Marketingstrategie. So verfolgen verschiedene Teams mit unterschiedlichen Taktiken dasselbe übergeordnete Ziel.

Verantwortlichkeit aufrecht erhalten

Teilen Sie Unternehmensziele in individuelle Ziele auf, um die Verantwortlichkeit von der Führungsebene bis zu den einzelnen Teammitgliedern sicherzustellen. So erkennen Führungskräfte leicht, wie jedes Teammitglied arbeitet und wo Unterstützung nötig ist.

Entscheidungsfindung auf Datenbasis

Wenn Ihr Unternehmen seine Geschäftsziele regelmäßig nachverfolgt, können Sie vergangene Ziele als Grundlage für Ihren Entscheidungsprozess nutzen. Stellt Ihr Team beispielsweise eine neue Marketingstrategie auf, um Ihre Ziele und Fortschritte zu verfolgen, können Sie diese Daten nutzen, um Ihre Geschäftsstrategie und das unternehmerische Handeln für das nächste Jahr auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse festzulegen.

Arten von Unternehmenszielen

Unternehmensziele lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen: ökonomische, soziale und ökologische Ziele. Darüber hinaus unterscheidet man zwischen quantitativen Zielen, die sich in konkreten Zahlen messen lassen, und qualitativen Zielen, die eher auf langfristige Verbesserungen abzielen. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Zielarten mit Beispielen.

Ökonomische Ziele

Ökonomische Unternehmensziele betreffen die finanzielle Leistung und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Sie bilden häufig die Grundlage der Unternehmensplanung.

Beispiele für ökonomische Ziele:

  • Umsatzsteigerung um 15 % im laufenden Geschäftsjahr

  • Gewinnmaximierung durch Optimierung der Kostenstruktur

  • Erhöhung des Marktanteils in der DACH-Region

  • Senkung der Produktionskosten um 10 %

Soziale Ziele

Soziale Unternehmensziele richten sich auf die Mitarbeitenden und das gesellschaftliche Umfeld. Sie tragen zur Arbeitgeberattraktivität und langfristigen Mitarbeitendenbindung bei.

Beispiele für soziale Ziele:

  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit um 20 %

  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance

  • Einführung von Weiterbildungsprogrammen für alle Abteilungen

  • Förderung von Diversität und Inklusion

Ökologische Ziele

Ökologische Unternehmensziele adressieren die Umweltverantwortung und Nachhaltigkeit eines Unternehmens. Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung für Investierende und Kundschaft.

Beispiele für ökologische Ziele:

  • Reduktion des CO2-Ausstoßes um 30 % bis 2030

  • Umstellung auf erneuerbare Energien in allen Standorten

  • Einführung einer nachhaltigen Lieferkette

  • Verringerung des Ressourcenverbrauchs um 25 %

Zielbeziehungen und Zielkonflikte

In der Praxis stehen Unternehmensziele oft in Wechselbeziehungen zueinander. Man unterscheidet drei Arten:

  • Komplementäre Ziele: Ziele, die sich gegenseitig unterstützen. Beispiel: Eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit kann die Produktivität und damit den Umsatz steigern.

  • Konkurrierende Ziele (Zielkonflikte): Ziele, die sich widersprechen. Beispiel: Kurzfristige Kostensenkungen können langfristige Nachhaltigkeitsziele gefährden.

  • Indifferente Ziele: Ziele, die sich weder positiv noch negativ beeinflussen.

Wenn Sie Ihre Unternehmensziele definieren, sollten Sie mögliche Zielkonflikte frühzeitig erkennen und abwägen.

Ein Zielmanagement-Tool wie Asana hilft Ihnen, verschiedene Ziele transparent nachzuverfolgen und deren Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Tipps und Beispiele für das Festlegen klarer Unternehmensziele

Da Sie nun wissen, warum Unternehmensziele so wichtig sind, finden Sie hier einige Tipps, wie Sie diese am besten formulieren können.

Folgen Sie einem Modell, um Ziele festzulegen

Beginnen Sie mit einem Ziel, das anspruchsvoll, aber erreichbar ist. Zielsetzungsmodelle wie die SMART-Methode oder OKRs sind ein guter Weg, um eine erste Reihe von Unternehmenszielen festzulegen, egal ob es sich dabei um ökonomische Ziele, ökologische Ziele, Leistungsziele, soziale Ziele, Erfolgsziele, Sachziele oder anderweitig qualitative Ziele handelt. Auch strategische Ziele lassen sich so strukturiert planen.

Lesenswert: So legen Sie OKRs fest

Gemeinsam mit anderen Führungskräften kreativ werden

Ihr Team arbeitet nicht isoliert voneinander. Die Arbeit Ihres Teams kann sich auf andere Teams in Ihrem Unternehmen und auf Ihre Geschäftsstrategie als Ganzes auswirken. Aus diesem Grund ist die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten so wichtig. Durch die Zusammenarbeit kann Ihr Team sein einzigartiges Wissen und seine Erfahrung nutzen, um Ziele zu setzen und einen soliden Businessplan zu erstellen.

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Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick

Wenn Sie Ihre Ziele festlegen, kann die Menge an Zahlen und verschiedenen Herangehensweisen überwältigend wirken. Um das zu vermeiden, sollten Sie zunächst mit einem Überblick über Ihre Gesamtziele beginnen. Konzentrieren Sie sich auf die Beantwortung folgender Fragen:

  • Wofür soll Ihr Unternehmen stehen?

  • Aus welchem Grund wurde Ihr Unternehmen gegründet?

  • Wo wollen Sie in 10 Jahren stehen? Und wie sieht es in 25 Jahren aus?

  • Wie lautet das oberste Ziel Ihres Unternehmens (Betriebszweck)?

Sobald Sie einen Überblick über Ihre Gesamtziele ausgearbeitet haben, unterteilen Sie diese in kleinere, leichter umsetzbare Unterziele. Welche Schritte sollten Sie ergreifen, um dieses Ziel zu erfüllen? Welche neuen Produkte können Sie einführen, um das übergeordnete Ziel zu erreichen?

Bei der Festlegung von Zielen gibt es keine richtige oder falsche Herangehensweise. Es geht darum, die Strategien und Methoden zu finden, die für Ihr Team am besten funktionieren und Ihrer Unternehmensphilosophie entsprechen.

Ziele mithilfe von Software organisieren

Ziele, die in einem vergessenen Dokument liegen, bringen keinen Fortschritt. Setzen Sie auf Software, die Ihre Ziele und Berichte regelmäßig nachverfolgt und direkt mit der täglichen Arbeit verknüpft.

Es ist ganz einfach, die Arbeit mit den Zielen zu verbinden, die Sie verfolgen. Guru stimmt die OKRs des Unternehmens mit den Projekten in Asana ab. Das Guru-Team nutzt Asana als zentrale Informationsquelle, um unternehmensweit Klarheit und Verantwortlichkeit zu schaffen.

So setzen Sie Unternehmensziele erfolgreich um

Erfolgreiche Unternehmensziele sind klar formuliert, messbar und auf die Gesamtstrategie abgestimmt. Beginnen Sie damit, Ihre übergeordneten Ziele in konkrete, zeitlich begrenzte Meilensteine aufzuteilen, und verknüpfen Sie die tägliche Arbeit Ihrer Teams direkt mit diesen Zielen.

E.ON Next zeigt, wie das in der Praxis funktioniert: Das Energieunternehmen hat mit Asana seine Go-to-Market-Prozesse vollständig auf die Unternehmensziele 2025 und die übergeordnete Strategie 2030 ausgerichtet. Jede Anfrage wird bei der Erfassung direkt mit den strategischen Zielen verknüpft. Das Ergebnis: Die Anfragenkapazität stieg um 465 %, Kampagnen werden 7 bis 10 Tage schneller gestartet, und 318 Arbeitstage wurden durch Automatisierung eingespart.

Drei Schritte, um noch heute loszulegen:

  1. Definieren Sie Ihre Unternehmensziele nach der SMART-Methode oder dem OKR-Ansatz.

  2. Verknüpfen Sie Ihre Ziele mit konkreten Projekten und Aufgaben in einem Work-Management-Tool.

  3. Überprüfen Sie den Fortschritt regelmäßig und passen Sie Ihre Strategie bei Bedarf an.

Ziele mit Asana setzen und erreichen

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Unternehmenszielen

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